Unsere neusten Blogartikel

Nicht das Produkt entscheidet: Warum Startups im öffentlichen Sektor scheitern

Regulierung Reloaded: Was steckt hinter Law as Code





Das Wichtigste in Kürze: Damit der Digital Services Act in Deutschland wirksam umgesetzt werden kann, muss klar sein, welche digitalen Dienste und Anbieter unter die Regulierung fallen. Der Beitrag zeigt, wie Possible die BNetzA mit einer Typologie digitaler Geschäftsmodelle, einem Entscheidungsbaum und einer datenbasierten Akteursanalyse bei ihrer Rolle als nationaler Digital Service Coordinator unterstützt hat.
Digitale Services spielen eine immer größere Rolle und prägen unser Zusammenleben in einer zunehmend digitalen Welt. Besonders dort, wo user generated content verbreitet wird, müssen Anbieter Verantwortung übernehmen. Genau hier setzt der Digital Services Act (DSA) an: Mit seinem Inkrafttreten im November 2022 wurde ein europaweiter Rahmen für Transparenz und Rechenschaftspflicht von Vermittlungsdiensten geschaffen. Bis zum 17. Februar 2024 mussten betroffene Anbieter die neuen Anforderungen umsetzen. Für Deutschland übernimmt die Bundesnetzagentur (BNetzA) die Rolle des nationalen Digital Service Coordinators (DSC) und damit eine zentrale Verantwortung bei der Durchsetzung.
Doch bislang war gar nicht klar, welche Akteure für den deutschen DSC tatsächlich relevant sind. Welche Online-Plattformen und digitalen Dienste fallen konkret unter die Regulierung in Deutschland? Das Ökosystem ist komplex und vielfältig: Der DSA fasst Vermittlungsdienste weit und unterscheidet sie nach technischen Merkmalen, die jeweils unterschiedlichen Vorgaben unterliegen.
Um hier Klarheit zu schaffen, haben wir mit einem datengestützten Ansatz dazu beigetragen, relevante Akteure und Geschäftsmodelle systematisch zu klassifizieren und zu identifizieren – und damit die Arbeit des DSC zu unterstützen.
In enger Zusammenarbeit mit der BNetzA erarbeiteten wir eine Studie. Der Ansatz gliederte sich in zwei Arbeitspakete:
Ein klar strukturierter Projektplan mit regelmäßigen Arbeitstreffen und enger Abstimmung mit der BNetzA stellte sicher, dass Ergebnisse zeitnah und praxisgerecht vorlagen.
Die Studie schafft eine Grundlage für die nationale Umsetzung des DSA. Sie bietet der BNetzA eine strukturierte Übersicht über digitale Geschäftsmodelle und relevante Akteure in Deutschland.
Die erarbeiteten Cluster und der Entscheidungsbaum erleichtern die Einordnung von Diensten, während die Datenbasis Transparenz schafft und von der BNetzA fortgeschrieben werden kann. Gerade in einem dynamischen Markt, in dem Anbieter ihre Dienste laufend verändern oder neue Akteure hinzukommen, ist diese Grundlage entscheidend: Sie ermöglicht es der BNetzA, ihre Rolle als nationale DSC und damit die Durchsetzung der DSA gezielt wahrzunehmen und den Schutz von Verbraucher:innen im digitalen Raum auszubauen.
Für weitere Informationen steht Ihnen jakob.kollotzek@possible-digital.de gerne zur Verfügung.






Erhalte Updates und Einblicke in unsere Arbeit und Projekte.
Follow the possibilities